KI und Führung in Schweizer Produktionsunternehmen, wenn ein System funktioniert, aber die Frage unbeantwortet bleibt: Wer entscheidet was und wer haftet dafür? Das ist keine Technologiefrage. Es ist eine Führungsfrage.
Ein produzierendes Unternehmen in der Deutschschweiz hat in ein KI-gestütztes Qualitätskontrollsystem investiert. Die Technologie funktioniert. Die Empfehlungen sind treffsicher.
Und trotzdem: Die Schichtleitenden überstimmen das System routinemässig. Nicht weil die Empfehlungen falsch sind. Sondern weil niemand festgelegt hat, wann man ihnen vertrauen soll und wann nicht.
Der Verwaltungsrat stellt eine Frage, auf die niemand eine Antwort hat: Wenn eine KI-Empfehlung zu einem Fehler führt, wer trägt das?
Acht Monate, drei Phasen. Keine Technologieberatung. Keine neuen Tools.
Zuerst Gespräche mit acht Führungspersonen. Nicht über die KI, über Entscheidungen. Wie werden sie getroffen? Wer darf was? Was war die Antwort auf die Haftungsfrage bisher?
Die Erkenntnis: Das Problem war keine Technologieskepsis. Es war fehlende Legitimation. Niemand hatte gesagt: Du darfst der KI vertrauen. In diesem Bereich. In diesem Fall.
Daraus entstand eine Entscheidungsmatrix eine Seite, klar formuliert: Welche Entscheide trifft die KI vollständig? Welche werden durch die KI vorbereitet und durch Menschen bestätigt? Welche trifft ausschliesslich der Mensch? Von der Geschäftsleitung verabschiedet, in alle Ebenen kommuniziert.
Die Akzeptanzrate der KI-Empfehlungen ist deutlich gestiegen. Nicht weil das System besser wurde, sondern weil klar ist, wann ihm zu vertrauen ist.
Der Verwaltungsrat hat eine Antwort auf die Haftungsfrage. Das ist keine juristische Absicherung. Es ist eine Führungshaltung.
Produktionsleitung, Industrieunternehmen, Deutschschweiz
Eine KI-Investition, die nicht genutzt wird, ist kein Technologieproblem. Sie ist ein Zeichen, dass die Entscheidungslogik nicht geklärt wurde, bevor die Technologie eingeführt wurde. Diese Reihenfolge lässt sich korrigieren.
Daran arbeite ich. Seit 25 Jahren.
Kein Auftrag. Kein Commitment. Ein direktes Gespräch.
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