22. Oktober 2025

Berndeutsch / MACHE.

Reden macht keinen Tisch. Über das Machen statt das Ankündigen.

Am Ende zählt nicht, was besprochen wurde. Nicht, was entschieden, angekündigt oder in Aussicht gestellt wurde. Am Ende zählt eine einzige Frage: «Hesch es gmacht?»

Aussprache ist Haltung.

  • Es ist nicht das Wort.
  • Es ist die Tat dahinter.
  • mache. Machen, tun, erledigen.
  • «Hesch es gmacht?» Kein Zwischenstand. Kein «bin dran». Erledigt oder nicht.
  • Ein Ja, ein Nein, ein Anfang. Und dann: das Machen.

Das Problem mit dem vielen Reden

  • Über Vorhaben zu sprechen fühlt sich an, als geschehe schon etwas. Es geschieht nichts.
  • Sitzungen über Sitzungen. Folien über Folien. Und am Schluss die Frage, die alles offenlegt: Was ist eigentlich gemacht worden?
  • mache lässt sich nicht vortäuschen. Man sieht es, oder man sieht es nicht.
  • «Der Schreiner, Ihr Macher.» Ein Macher wird nicht an seinen Absichten gemessen. Er wird an dem gemessen, was am Ende dasteht.
  • Reden macht keinen Tisch.

Ein Entscheid, den niemand macht, war nie einer.

Drei Punkte

Vieles klingt nach Ergebnis. Ist aber erst eine Ankündigung.

mache ist der Moment, in dem aus Worten etwas wird, das man anfassen kann. Und wofür jemand geradesteht.

Der Unterschied, der zählt: nicht wie überzeugend etwas versprochen wird. Sondern ob es am Ende gemacht ist.

Aus der Praxis

  • Ich bin Berner. Und ich rede nicht nur über Dinge, die ich mache. Ich mache sie.
  • Nicht mit grosser Ankündigung. Nicht mit halbem Zwischenbericht. Mit einem fertigen Ergebnis.
  • «I lüte itz no em Vatter aa.» Wenn das nochmöglich isz, beimir leider nicht mehr... «Ja, mach das.» So geht Einverständnis. Kurz, und dann getan.
  • Menschen merken, dass bei mir «gmacht» auch gmacht heisst. Nicht fast. Nicht bald. Erledigt.
  • Manchmal irritiert das zuerst. Weil sie noch eine Schleife Reden erwarten.
  • Es gibt keine. Es ist gemacht.
  • Nicht aus Aktionismus. Nicht aus Hektik. Als Haltung.

Das ist kein Dialekt-Gimmick. Das ist Führungskultur. Das tragfähige Ja, das verlässliche Nein, der Mut anzufangen und am Schluss das, worauf alles hinausläuft: es machen. Wer bei diesem letzten Wort aussteigt, hat die anderen drei zerredet.

mache.

Daran arbeite ich. Seit 25 Jahren.

Quelle

berndeutsch.ch, Eintrag «mache» (PP. gmacht). Und 25 Jahre Arbeit in Entscheidungsprozessen mit Schweizer KMU und Familienunternehmen.

Dazu mehr auf bernhardschweizer.ch

«Besser machen statt besser wissen» ist der Titel meines Buchs ROCK YOUR BUSINESS und der Kern dieser Haltung, mehr dazu unter Publikationen und Fachbücher.

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