Eine Strategie zu kennen ist das eine. Ihr eine Form zu geben, die trägt, ist das andere. Genau dort setzt Gestaltungsreife an. Sie beschreibt den Zustand, in dem eine Organisation einer Entscheidung Gestalt geben kann, ohne dass dies von einer einzelnen Person abhängt. Fehlt diese Reife, bleibt jede Strategie ein Papier, das alle kennen und niemand trägt.
Viele Organisationen wissen genau, was sich ändern müsste. Woran es hapert, ist die Übersetzung der Einsicht in eine verbindliche Form. Anpassungsfähigkeit gilt oft als Eigenschaft, die man hat oder nicht. Das greift zu kurz. Anpassungsfähigkeit ist eine Struktur, und diese Struktur lässt sich aufbauen. Gestaltungsreife benennt das Ziel dieses Aufbaus.
Gestaltungsreife steht am Ende einer Entwicklung in vier Stufen.
Gestaltung und Entscheidung gehören zusammen, sind aber nicht dasselbe. Die Entscheidung klärt, wer bestimmt und wer einsteht. Die Gestaltung klärt, ob die Organisation der Entscheidung auch eine Gestalt geben kann. Die Entscheidungsentwicklung schafft die Klarheit, die Gestaltungsentwicklung schafft die Form. Erst zusammen machen sie eine Organisation handlungsfähig.
Sie zeigt sich an drei Fragen.
Wer hier zögert, hat selten ein Wissensproblem. Meist fehlt die Gestaltungsreife.
Daran arbeite ich. Seit 25 Jahren.
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